Kirchliche Trauung

Wir wollen uns kirchlich trauen lassen. Was müssen wir beachten?

Die Voraussetzung für eine Evangelische Trauung ist zunächst, dass vor dem kirchlichen Termin eine standesamtliche Eheschließung stattfindet. Außerdem ist es notwendig, dass zumindest einer der Brautleute Mitglied der Ev. Kirche ist.

Im Normalfall klären Sie den Hochzeitstermin frühzeitig mit dem Pfarrer ab. Einige Wochen vor dem Termin wird dann bei einem Traugespräch (s.u.) die genaue Planung und der Ablauf festgemacht.

Ich möchte woanders (katholisch) heiraten und brauche eine Bescheinigung, dass ich getauft bin. Wo bekomme ich die?

Wenn Sie in Willsbach evangelisch getauft wurden, ist das eine reine Formsache. Setzen Sie sich mit dem Pfarrbüro in Verbindung.

Wir sind nicht aus Willsbach, wollen aber trotzdem in Ihrer Kirche heiraten. Geht das?

Ja, das ist möglich. Sie können sich in Willsbach evangelisch trauen lassen, auch wenn Sie von außerhalb kommen. Hier gelten die gleichen Voraussetzungen wie oben. Es gibt dabei aber einige weitere Einschränkungen:

Für den zusätzlichen Aufwand für unsere Mesnerin stellen wir 30 € in Rechnung, außerdem wünschen wir eine Spende für den Erhalt unseres Kirchengebäudes. Sollten Sie die Orgel bzw. Kantorin benötigen, sind auch dafür zusätzliche Kosten verbunden.

Für die Trauung ist zunächst Ihr Ortspfarrer zuständig. Wird die Trauung von ihm/ihr durchgeführt, sollte es möglichst zu Beginn der Planung eine Absprache mit unserem Pfarrer geben, damit dieser die sogenannte "Dimissoriale" erteilt.

Wenn Sie keinen eigenen Pfarrer mitbringen sondern den Willsbacher Pfarrer wünschen, nehmen Sie bitte möglichst früh Kontakt auf. In solch einem Fall ist dafür ein Beschluss des Kirchengemeinderats notwendig. Für einen positiven Beschluss ist es notwendig, dass Sie einen Bezug zur Kirchengemeinde Willsbach haben.

Wir sind katholisch. Geht das trotzdem?

Grundsätzlich ist eine kirchliche Trauung dann möglich, wenn Sie von einem Pfarrer einer Kirche durchgeführt wird, die Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Deutschlands (ACK) ist. Hierzu gehören die Katholische Kirche, die Orthodoxen Kirche und auch viele Freikirchen. Auch hier stellen wir 30 € für die Mesnerin in Rechnung und erbitten eine Spende für den Erhalt des Kirchengebäudes.

Wie läuft das bei einer ökumenischen Trauung?

Eine "ökumenische" Trauung gibt es eigentlich nicht. Es ist entweder eine evangelische Trauung mit Beteiligung eines katholischen Pfarrers oder umgekehrt. Dies kann entweder in der evangelischen oder katholischen Kirche stattfinden, die beiden Pfarrer teilen sich dann den Gottesdienst auf.

Wir gehören zu einer evangelischen Freikirche, die nicht in der ACK ist. Was jetzt?

Eine Trauung als reiner Gottesdienst einer Nicht-ACK-Kirche ist in einem
evangelischen Kirchengebäude nicht möglich. Das hat den Grund, dass die ACK eine Gemeinschaft darstellt, die eine gewisses Mindesmaß an gegenseitiger Anerkennung (z.B. der Taufe) beinhaltet. Fehlt diese Zugehörigkeit, dann ist nicht gewährleistet, dass der Gottesdienst unseren grundlegenden christlichen Überzeugungen entspricht. Daher müssen wir dies leider ablehnen.

Ein Trauung ist in diesem Fall höchsten dann denkbar, wenn einer der Brautleute Mitglied der Ev. Landeskirche ist und die Trauung als Evangelische Trauung mit einem Pfarrer der Landeskirche gefeiert wird. Die Beteiligung eines Predigers/Pfarrers der Freikirche für bestimmte Teile des Gottesdienstes ist möglich, solange es von Form und Inhalt her ein evangelischer Ritus bleibt. Der Kirchengemeinderat muss zu so einer Trauung bei uns zustimmen.

Wir sind überhaupt nicht Mitglied einer Kirche, wollen aber das Gebäude nutzen und bringen einen freien Redner mit. Ist das möglich?

Das ist leider nicht möglich. Ein Kirchengebäude ist mehr als nur eine schöne Kulisse. Darin dürfen nur Veranstaltungen stattfinden, die dem kirchlichen Auftrag und der christlichen Botschaft nicht widersprechen. Eine "freie Trauung" wird deshalb abgelehnt, weil der Bezug zum christlichen Glauben und zur Kirche nicht gesichert ist.

Wir treffen uns mit dem Pfarrer zum Traugespräch. Wie können wir uns dafür vorbereiten?

Im Traugespräch möchte der Pfarrer Sie kennen lernen. Neben den Formalitäten wie der Anmeldung zur Trauung, zu der Sie möglichst Ihr Tauf- und Konfirmationsdatum wissen sollten, geht es auch um Ihre persönliche Beziehung zueinander und die Wünsche, die Sie mit der kirchlichen Trauung verbinden. Als Vorbereitung sollten Sie auf jeden Fall einen Trauspruch ausgesucht haben, über den der Pfarrer dann in der Ansprache im Gottesdienst sprechen wird.

Wo finden wir einen guten Trauspruch? Was ist alles möglich?

Als Trauspruch ist grundsätzlich jeder Bibelvers möglich. Meistens werden Trausprüche ausgesucht, in denen es um die Liebe oder die Begleitung Gottes im Leben geht. Auf trauspruch.de finden Sie eine große Auswahl an verschiedenen Trausprüchen.

Bitte beachten Sie, dass ein nichtbiblischer Spruch als Trauspruch nicht möglich ist. Auch keiner von Antoine de Saint-Exupéry.

 

 

Wir sind ein gleichgeschlechtliches Paar und wollen uns kirchlich trauen lassen. Geht das?

Gottes Liebe und sein Segen gilt den Menschen unabhängig ihrer sexuellen Orientierung. Allerdings ist die kirchliche Trauung eines gleichgeschlechtlichen Paares oder eine vergleichbare Zeremonie in der württembergischen Landeskirche bislang nicht möglich. Bitte nehmen Sie Kontakt zum Pfarrer auf, wenn Sie darüber weitere Informationen wünschen.