Trauerfall

Die Trauerhalle auf dem Willsbacher Friedhof

In meiner Familie gab es einen Trauerfall. Was muss ich tun?

Im Normalfall regelt das Bestattungsunternehmen alles für Sie. Der Bestatter nimmt Kontakt zum Pfarrer auf und klärt den Termin für die Trauerfeier ab. Er bespricht auch die musikalische Begleitung bei der Trauerfeier mit Ihnen.  In Willsbach gibt es einen Beerdigungschor der evangelischen Kirchengemeinde, der bei Trauerfeiern singt wenn dies gewünscht wird.

Der Pfarrer wird sich zeitnah bei Ihnen wegen des Trauergesprächs (s.u.) melden.

Der Verstorbene war kein Mitglied der Evangelischen Landeskirche, wir wünschen uns aber eine kirchliche Feier. Kann er trotzdem kirchlich bestattet werden?

Das ist unter bestimmten Umständen möglich. In erster Linie ist aber der Wunsch des Verstorbenen wichtig und muss ernst genommen werden. Darum müssen Sie als Angehörige sich zunächst fragen, ob die verstorbene Person mit solch einer Bestattung wirklich einverstanden gewesen wäre.

In einem Gespräch mit dem Pfarrer wird dann geklärt, ob und in welchem Rahmen die evangelische Trauerfeier eventuell möglich ist.

Ein Gemeindeglied aus Willsbach soll woanders (z.B. im Ruheforst, Nachbargemeinde etc.) bestattet werden, welcher Pfarrer ist zuständig?

Zunächst ist für jede Bestattung der Ortspfarrer der verstorbenen Person zuständig. Wenn die Entfernung angemessen ist, wird der Pfarrer im Normalfall die Trauerfeier übernehmen. Es ist aber auch unter Umständen möglich, dass der Pfarrer am Bestattungsort die Trauerfeier übernimmt, z.B. wenn die verstorbene Person ursprünglich von dort stammt. Das kann normalerweise das Bestattungsunternehmen für Sie klären.

Was gibt es bei Bestattungen im Obersulmer Ruheforst zu beachten?

Grundsätzlich sind Bestattungen im Ruheforst in der evangelischen Kirche möglich. Im Normalfall handelt es sich dabei um reine Urnenbeisetzungen, denen eine Aussegnungsfeier in der Gemeinde bzw. in der Trauerhalle vorausgeht. Die örtlichen Gegebenheiten in Obersulm lassen sogar eine Trauerfeier ausschließlich im Wald zu, dies wird aber wegen der schlechten Erreichbarkeit nicht empfohlen.

Wenn Sie sich für eine Bestattung im Ruheforst entscheiden, sollten Sie auch berücksichtigen, dass es später je nach Witterung sehr schwierig ist, an die letzte Ruhestätte des Verstorbenen zu gelangen. Besonders für ältere Menschen wird dadurch die Trauerarbeit manchmal erschwert.

Was will der Pfarrer beim Trauergespräch wissen?

Um eine dem Verstorbenen angemessene Ansprache bei der Trauerfeier zu halten, ist es gut wenn der Pfarrer etwas über die verstorbene Person und ihr Leben erfährt. Wenn Sie die Lebensdaten bereits zusammengesucht und vorliegen haben, erleichtert das den Einstieg ins Gespräch.

In der Ansprache geht es auch immer um einen Bibelvers. Hierzu eignet sich zum Beispiel der Konfirmationsspruch oder andere Verse, die der verstorbenen Person wichtig waren. Konfirmations- bzw. Traubibeln oder Gesangbücher sind hier eine mögliche Quelle. Wenn Sie keinen passenden Bibelvers finden, wird der Pfarrer Ihnen im Lauf des Gesprächs einen vorschlagen.

 

 

Die Urnenstelen auf dem Willsbacher Friedhof mit Blick auf die Kirche